[Rezension] Zoom - Lena Hach

Alles entwickelt sich




Verlag: Beltz
247 Seiten
ISBN:978-3-407-81185-1
ab 12 Jahre
Preis: € 13,95 (D)
Erschienen:02.03.2015




Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen


Die Schülerzeitung des Marie-Curie-Gymnasiums ist eher durchschnittlich. Auf jeden Fall wird die Chefredakteurin damit niemals einen Preis gewinnen. Dafür braucht es schon etwas Besonderes. Wie zum Beispiel ein paar erstklassige Bilder. Keine Handyfotos, sondern richtig professionelle Abzüge. Glücklicherweise gibt es an der Schule Till, der ohne seine Kamera kaum einen Schritt macht. Doch als Paula ihn als Fotografen bei der Schülerzeitung anstellen möchte, lehnt dieser einfach ab. Das lässt Paula nicht so einfach auf sich sitzen. Sie will den Fotografen, sie will die Bilder und vor allem will die den Preis für ihre Zeitung.

Nach „Wanted. Ja. Nein. Vielleicht.“ ist dies ein weiterer Jugendroman aus der Feder von Lena Hach, die ein weiteres Mal zeigt, dass sie es mühelos versteht, ihren Protagonisten Leben einzuhauchen.
Im Fokus dieses Romans stehen die beiden Jugendlichen Till und Paula. Allerdings wird die Geschichte nicht von ihnen, sondern von einer fiktiven dritten Person aus erzählt, die mit Till im Unterricht und mit Paula bei der Schülerzeitung zusammen ist. Dieser erzählt von dem Kennenlernen und von dem Verlieben der beiden Protagonisten. Außerdem wird der Leser so Zeuge, was sich hinter den Kulissen abspielt und welche Beweggründe hinter den Entscheidungen von Till und Paula stecken.

Till ist ein zurückhaltender Typ, der von allen als „nett“ bezeichnet wird. Er hatte noch nie eine Freundin, doch vorstellen könnte er sich das sehr wohl. Außerdem kennt er Paula, denn sie hat bereits sein Interesse geweckt. Doch er ist schüchtern und bekommt kaum einen Ton raus, wenn er sie in Natura trifft. Paula hingegen ist ein „Macher“. Sie nimmt die Dinge selbst in die Hand und geht auf Till den ersten…, den zweiten…und auch den dritten Schritt zu. Sie weiß genau, was sie will, obwohl sie in ihrer aktuellen Beziehung unglücklich ist. Der Musiker hat kaum Augen für sie, was Paula frustriert. Vielleicht ist auch genau das der Ausschlag, der ihr die Augen für Till öffnet.

Die Geschichte wird sehr humorvoll, zeitgleich aber auch mit der nötigen Prise Ernst präsentiert. Gleich zu Beginn ist der Leser von den amüsanten Einlagen des Erzählers eingenommen und kann sich den Handlungsort, sowie die Protagonisten lebendig vorstellen. Es ist ganz einfach, sich auf die Beschreibungen einzulassen. Durch die kleinen, traurigeren Abschnitte wird zusätzlich ein etwas dramatischer Aspekt erzeugt, der allerdings nicht das wunderbare der Erzählung schmälert. Vielmehr ist es ein ideales Zusammenspiel aus verschiedenen Komponenten.

Fazit: Lena Hach schafft es einfach, den Leser zu fesseln. Obwohl das Buch nur knapp 250 Seiten beinhaltet, erzeugt sie hier einen sehr authentischen und nachdenklichen Roman, der nicht nur für Jugendliche zu einem wahren Lesehighlight wird. Die Charaktere sind vielschichtig und facettenreich, die Handlung gut durchdacht und nachvollziehbar und die kleine Liebesgeschichte weder kitschig noch albern. Sondern genau das richtige Maß, was den Leser verzaubert und zum Weiterlesen verführt.

Weitere Informationen zum Buch findet ihr auch auf der Verlagsseite.
Ein großes Dankeschön geht auch an Blogg dein Buch.
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